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Fortsetzung des Gespräches mit dem Sanierungs-experten Ernst Munk zur Bekämpfung der Superrezession: |
Warum die Bekämpfung der sogenannten „Kreditklemme“ absoluten Vorrang in der Wirtschaftspolitik haben muss: |
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Die Welt darf die erreichten technischen Standards nicht wegen Kapitalmangel aufs Spiel setzen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel steht vor einer Sisyphusaufgabe. Eine Erfolgsgarantie für das Gelingen der Sanierung der öffentlichen Haushalte und den Radikalumbau der deutschen Industrie hat sie ausdrücklich ausgeschlossen. |
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Wo und wie viel bei den Staatsaufgaben gespart werden muss, darauf gibt der Koalitionsvertrag keine Antwort. Die Antworten sind aber schon seit mehr als fünf Jahren bekannt! Denn die Grundlagen der Sanierung des deutschen Staates und seiner Wirtschaft sind mit dem Maßnahmenkatalog aus der Munk‘schen Insolvenzprophylaxe für Deutschland (2004 – Gabler Verlag) längst beantwortet und in ihrem Masterplan zur Sanierung der Weltwirtschaft (2010 - Gabler Verlag) fortgeschrieben worden. Jede dieser Maßnahmen ist ein Einschnitt in lieb gewonnene Pfründe der Staatsbürokratie und der Verbändewirtschaft, der Landesregierungen, der Landesbanken, der Krankenkassen, der Mitbestimmungssysteme u.v.m. Bei allen diesen Maßnahmen sind unabhängige Sanierungsexperten gefragt! Sie müssen die enormen Mittelabflüsse verhindern und die Kapitalsummen in arbeitsintensive Zukunftsprojekte umleiten, damit wieder Arbeitsplätze für alle entstehen können und der schleichenden Massenverarmung weiteren Bevölkerungsschichten, gerade auch der working class in Deutschland, entgegengewirkt wird.
Wir brauchen deshalb ein völlig neues Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das nur von Sanierungsexperten konzipiert und auch nur von diesen umgesetzt wird.
Es ist nicht allein die weltweite Verarmung, die die G-20-Regierungen auf den Plan gerufen hat. Auf mittelfristige Sicht steht der global erreichte technologische Standard und damit die heute noch als selbstverständlich verstandene Zivilisation auf dem Spiel. Wenn die Errungenschaften des Technologie- und Informationszeitalters auch künftig aufrechtzuerhalten und unserer jungen Generation als Basis für neue Entwicklungen erhalten werden sollen, setzt dies einen riesigen Aufwand an Arbeitsleistung, Organisationsfähigkeit, Wissen, aber auch einen immer größeren Kapitaleinsatz voraus. Daraus resultiert immer mehr die sorgenvolle Frage: Ist die deutsche Volkswirtschaft für unseren Wirtschaftsraum und für Europa, ist die Menschheit insgesamt zu der Entfaltung derartig großer ökonomischen und geistigen Kräfte überhaupt noch in der Lage, wenn die Weltwirtschaft im wöchentlichen Rhythmus von einer Krise in die nächste stürzt?
Die Zivilisation ist wegen der Finanz- und Wirtschaftskatastrophe auf das Höchste gefährdet.
Das muss immer mehr bezweifelt werden, da die echten Investitionen in die Zukunftstechnologien immer weiter zurückgefahren werden. Die Nachrichtenautobahnen, das Internet, die Transportwege, das Weltgesundheitswesen, das alles muss gewartet, repariert, organisiert und am Laufen gehalten werden, und deshalb darf das hierzu benötigte Kapital nicht, wie gerade ab Oktober 2008 geschehen, an den Börsen weiter vernichtet und/oder für exorbitant teure Bankenrettungen verschwendet werden.
Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass sich die Weltwirtschaft als ein unendlich verzweigtes Netzwerk nicht ständig selbst und schon gar nicht kostenfrei immer wieder aufs Neue regenerieren und stabilisieren kann. Abschied von dem american way of life?!
Begreift man die Weltwirtschaft als einen riesigen sozioökonomischen Organismus, der heute internet- und satelliten-gesteuert ist, wird klar, dass die gefährlichsten negativen Auswirkungen auf anderen Gebieten liegen als dem sicherlich schon schmerzhaften Verlust von Renteneinkunftsbestandteilen und Altersversorgungsrechten, die einer privilegierten Gruppe der Weltbevölkerung, gerade in den westlichen Industriestaaten, einen ruhigen Lebensabend im Wohlstand bescheren soll. Aus der Sicht des angloamerikanischen Westens scheint die Frage im Vordergrund zu stehen, ob der american way of life ungehindert für immer größere Weltbevölkerungsschichten fortgesetzt werden kann. Das ist aber nicht das wirkliche Problem, ganz abgesehen davon, dass dies aus mehreren Gründen nur dann möglich sein würde, wenn die Weltwirtschaft den Weg der Spezialisierung, Forschung, Entwicklung und Arbeitsteilung wie bisher weiter fortsetzen kann und ein Grundkonsens erhalten bleibt, das das Zusammenwirken der unterschiedlichen Volkswirtschaften bei den anstehenden Problemlösungen fördert. Das wird schlussendlich wesentlich mehr voraussetzen als die Bekämpfung des Worldwide Economic Disaster, sondern das Bewusstsein jeden Volkes und jeder Regierung, dass die wirklichen Menschheitsprobleme nur gemeinsam in internationalen Kooperationen und Projektarbeitsgemeinschaften gelöst werden können: Sauberes Trinkwasser und Nahrung für alle Menschen, ein weltweiter wirksamer Umweltschutz, hohe Gesundheitsstandards u.v.m. Das setzt ein vernetztes Wirken vieler neuer Strategien und Projektentwicklungen voraus, von der sauberen Energiegewinnung bis zur globalen Seuchenbekämpfung.

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